INERATEC und TERTU gründen das Joint Venture T.H2 zum Bau einer Anlage für synthetische Kraftstoffe in der Normandie
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Normandie/Frankreich, Karlsruhe/Deutschland, 25. März 2026 – Das deutsche Cleantech-Unternehmen INERATEC und der französische Industriekonzern TERTU haben das Joint Venture T.H2 gegründet und damit einen wichtigen Schritt zur Entwicklung einer gemeinsamen Anlage zur Herstellung synthetischer Kraftstoffe in der Nähe von Caen in der Normandie getan. Die Anlage wird im Rahmen des Projekts „BELair“ entwickelt, für das die Partner derzeit einen Antrag beim Europäischen Innovationsfonds vorbereiten. T.H2 strebt den Aufbau der ersten Industrieanlage in Frankreich an, die lokal gewonnene Holzreststoffe mithilfe der Fischer-Tropsch-Technologie in nachhaltige synthetische Kraftstoffe und Wachse umwandelt. Die Anlage folgt auf die Inbetriebnahme von ERA ONE, Europas erster e-Fuel-Anlage im kommerziellen Maßstab, die 2025 von INERATEC in Betrieb genommen wurde.
Das Joint Venture T.H2 vereint das sich ergänzende Fachwissen beider Partner. INERATEC bringt seine modulare Gas-to-Liquids-Technologieplattform sowie seine Erfahrung beim Bau, der Inbetriebnahme und dem Betrieb von Industrieanlagen ein, die Synthesegas mittels des Fischer-Tropsch-Verfahrens in synthetische Kraftstoffe und Chemikalien umwandeln. TERTU steuert sein Fachwissen in der Sammlung, Aufbereitung und Verwertung von Holzresten sowie seine starke industrielle Präsenz in Frankreich und seine regionalen Partnerschaften in der Normandie bei.
Die Anlage wird jährlich etwa 60.000 Tonnen Holzreststoffe verarbeiten, die aus den regionalen Wäldern und der Industrie stammen. Die Holzreststoffe werden mittels Vergasung in Synthesegas umgewandelt. Mithilfe der Technologie von INERATEC wird dieses Synthesegas anschließend in nachhaltige synthetische Kohlenwasserstoffe umgewandelt, darunter e-SAF für die Luftfahrt und Grundchemikalien wie e-Naphtha.
Durch die Kombination von Biomasseverwertung und fortschrittlicher Kraftstoffsynthese schafft das Projekt BELair eine neue industrielle Kreislaufwertschöpfungskette in der Region Normandie. Lokale Holzreststoffressourcen werden in nachhaltige synthetische Kraftstoffe umgewandelt, die zur Dekarbonisierung der Luftfahrt und anderer schwer zu dekarbonisierender Sektoren wie der chemischen Industrie beitragen können.
Das Projekt ist eine deutsch-französische Industriepartnerschaft, die darauf abzielt, den Ausbau der Produktion synthetischer Kraftstoffe in Europa zu beschleunigen, und die von BPI France sowie der Region Normandie/ELER unterstützt wird. Das Projekt zeigt, wie bewährte und innovative Technologien kombiniert werden können, um eine dezentrale und widerstandsfähige Produktion synthetischer Kraftstoffe in ganz Europa zu fördern. Die Partner verdeutlichen, dass sich die Kraftstoffproduktion über regionale Wertschöpfungsketten rasch zu einer Chance für die europäische Energiesicherheit entwickelt.
Das Projekt hat die ersten technischen Phasen durchlaufen und befindet sich derzeit in der Entwicklungsphase in der Nähe von Caen, wobei die Inbetriebnahme für 2029 geplant ist.
Über TERTU TERTU wurde 1986 gegründet und hat seinen Hauptsitz in der Normandie, Frankreich. Das Unternehmen ist ein führender Entwickler und Hersteller von Verkehrssicherheitslösungen aus Holz und Metall. Mit einem starken Bekenntnis zu Innovation und Nachhaltigkeit expandiert das Unternehmen in den Bereich der grünen Energie, indem es seine Biomasse-Reststoffe innerhalb kreislaufwirtschaftlicher, kohlenstoffarmer industrieller Wertschöpfungsketten verwertet.
INERATECs Ziel ist die Defossilisierung. Das Unternehmen produziert e-Fuels und e-Chemicals, also CO₂-neutrale Ersatzstoffe für fossile Brennstoffe, die in der Luftfahrt, Schifffahrt und chemischen Industrie eingesetzt werden können.
In modularen und skalierbaren Anlagen werden aus erneuerbarem Wasserstoff und CO₂ synthetisches Kerosin, Benzin, Diesel, Wachse oder Methanol hergestellt. Im Juni hat INERATEC in Frankfurt die bislang größte e-Fuels-Anlage Europas eröffnet. In dieser sollen jährlich bis zu 2.500 Tonnen nachhaltiger synthetischer Kraftstoffe produziert werden. Weitere Informationen finden Sie unter www.ineratec.com.
Das Projekt wird durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für regionale Entwicklung (FEDER) kofinanziert.
Kontakte
INERATEC GmbH
Isabel Fisch
Communication & PR Manager
T: + 49 1621852663
E: isabel.fisch@ineratec.de